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Anwaltskostenerstattung


Eine anwaltliche Tätigkeit im Baurecht kostet Geld. Die Vergütung des Anwalts richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Für eine außergerichtliche Tätigkeit des Anwalts entsteht unabhängig von der Zahl der Schreiben, die der Anwalt fertigt oder der Anzahl der Besprechungen mit den Mandanten eine Geschäftsgebühr. Die Höhe der Geschäftsgebühr richtet sich nach dem so genannten Gegenstandswert. Wenn es in einer Bausache z.B. um Baumängel geht, entspricht der Gegenstandswert der anwaltlichen Tätigkeit, den Kosten, die aufzuwenden sind, um die Baumängel zu beseitigen.


Bevor Sie einen Anwalt beauftragen, können Sie die Weichen dafür stellen, dass Ihnen Ihr Gegner in der Baurechtssache die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit erstatten muss.

Sie müssen Ihren Verfahrensgegner mit der Leistung, die Sie von ihm beanspruchen, in Verzug setzen. Bei Mängeln am Bau können Sie als Bauherr von Ihrem Bauunternehmer in der Regel eine Beseitigung der Baumängel verlangen.

Schreiben Sie dem von Ihnen beauftragten Bauunternehmer einen Brief (wichtig: per Einwurf-Einschreiben), listen Sie dort die Baumängel auf und setzten Sie ihm eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung.

Einen Mustertext für eine solche Mängelbeseitigungsaufforderung finden Sie hier.

Wenn der Bauunternehmer die ihm gesetzte Frist ungenutzt verstreichen lässt, können Sie nach Fristablauf einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Rechte beauftragen und haben dann, wenn die Baumängel tatsächlich bestehen und Sie wirklich einen Anspruch auf Mängelbeseitigung haben, hinsichtlich der Anwaltskosten einen Kostenerstattungsanspruch gegenüber dem Bauunternehmer. Ihr Anwalt kann diesen Kostenerstattungsanspruch zugleich mit dem Anspruch auf Mängelbeseitigung machen.







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