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Bauforderungssicherungsgesetz


Falls Sie als Bauherren Ihre Baukosten grundschuldgesichert durch eine Bank finanzieren lassen, sollten Sie dies bei allen Zahlungen an den Bauunternehmer und möglichst auch schon im Bauvertrag erwähnen. Unterrichten Sie Ihren Bauunternehmer schriftlich (per Einwurf-Einschreiben) davon, dass es sich bei dem Geld um Baugeld nach § 1 Bauforderungssicherungsgesetz (BauFordSiG) handelt.

Ihr Bauunternehmer ist durch dieses Gesetz bei (unter Strafsanktionen) verpflichtet, das von Ihnen erhaltene Baugeld (mit Ausnahmen seines Unternehmergewinns) ausschließlich für die Begleichung der Baukosten und die Bezahlung etwaiger Subunternehmer ausschließlich Ihres Bauvorhabens zu verwenden.


Welche Vorteile haben Sie als Bauherr davon?

a) Wenn man dem Bauunternehmer auf diese Weise zwingt, die eingehenden Abschlagszahlungen zweckgebunden zu verwenden und sich an das Bauforderungssicherungsgesetz zu halten, führt dies dazu, dass auch die Subunternehmer regelmäßig ihre Abschlagszahlungen erhalten und fördert den Bauablauf.

b) Sie stellen sicher, dass Ihr Geld auch in Ihren Bau fliesst und nicht anderswo finanzielle Löcher stopft. Die Höhe Ihrer geleisteten Zahlungen und der Wert Ihres Bauvorhabens steigen so gemeinsam. Das ist im Insolvenzfall Ihrer Baufirma von unschätzbarem Vorteil.


Welche Vorteile haben Sie als Subunternehmer davon?

Wenn die Baufirma, für die Sie als Subunternehmer tätig waren, z.B. eine GmbH ist, haben Sie im Insolvenzfall der GmbH bei Verstößen gegen das BauFordSiG eine gute Chance, etwaig zweckentfremdetes Geld direkt beim Geschäftsführer der GmbH einklagen zu können, da dieser über § 43 GmbHG und ggf. über § 2 BauFordSiG i.V.m. § 823 BGB persönlich haftet.



Den exakten Text des Bauforderungssicherungsgesetzes finden Sie hier:

   Gesetzestext







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